Wie entwickeln sich Nachfrage und Angebot von Fachkräften?
Ein hilfreiches Werkzeug für Unternehmen, die mittel- und langfristige Personalplanung betreiben ist der IHK Fachkräftemonitor Bayern.
Er erlaubt es, den Markt für Fachkräftegezielt nach Qualifikationsbereichen und -Leveln zu eruieren. Diese interaktive Anwendung wurde vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag BIHK e.V. in Zusammenarbeit mit dem Wifor-Institut entwickelt.
Gelungen ist die Interaktivität der Anwendung. Sie können unterschiedlichste Qualifikationsbereiche untersuchen, auch eine Suche nach Berufsbezeichnungen ist möglich. Die Darstellungen lassen sich im zweiten Schritt nach Regionen einschränken.
In den nächsten Jahren wird laut dem IHK-Monitor der Bedarf an hoch- und mittelqualifizierten Fachkräften gleich hoch bleiben oder weiter ansteigen. Das Angebot an Fachkräften bleibt konstant und deutlich unter der Nachfrage der Unternehmen.
Angebots- und Nachfragekurve laufen bei vielen Berufen in den nächsten Jahren mit ähnlichem Abstand. Links in der Grafik sehen Sie die Entwicklung für “beruflich Qualifizierte”, recht die von “akademisch Qualifizierten”.
Allerdings wird sich der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften laut dieser Prognose in fünf bis zehn Jahren nochmals deutlich verschäfen. Entwarnung kann also nicht gegeben werden, weder bei technischen noch bei kaufmännischen Berufen. Stimmt die IHK-Prognose, dann werden Unternehmen noch einige Zeit am Fachkräftemangel zu knabbern haben.
Neben diesen Trendverläufen können Sie
- Bedarfskurven von mehreren Qualifizierungsprofilen grafisch vergleichen,
- ein Ranking von Berufen sehen und
- regionale Unterschieder auf einer Bayernkarte (wie im Artikelbild oben) untersuchen.









Der Autor
Alexander Greisle ist seit über 15 Jahren Experte für neue Arbeitskonzepte. Sein Fokus sind Strategien und Methoden, wie wir mit den neuen Herausfoderungen umgehen. Als Berater hilft er Unternehmen dabei, neue Arbeitsweisen einzuführen. Als Trainer vermittelt der die notwendigen Kompetenzen und als Dozent engagiert er sich in der Berufsausbildung. Online finden Sie Alexander Greisle unter anderem auf Xing, Facebook und bei Google+.